© 2008 ev. Kindergarten Kinder-Oase
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Die Kinder und wir
Was wollen wir allen Kindern in unserem integrativen christlichen Kindergarten  vermitteln?     Während des Lebens in unserem Kindergarten sind  uns drei Dinge ganz besonders wichtig geworden, die  auch die Bedingungen für ein gutes Zusammenleben  darstellen. Um gut miteinander auszukommen, muss  man den anderen annehmen können, so wie er ist, mit  seinen Stärken und Schwächen. Man muss offen sein  und Mut zur Ehrlichkeit haben. Das ist unser großes  Ziel, wenn es auch oft schwer fällt, aber wir kämpfen  darum, damit sich jeder bei uns wohlfühlen kann.   Außerdem wollen wir gemeinsam mit den Kindern  lernen, Fehler einzugestehen und vergeben zu  können. Wenn wir einander verzeihen und wieder neu  beginnen können, stehen uns alle Türen offen für ein  gutes Miteinander. Dies gilt für die Kinder, die Eltern  und uns gleichermaßen.   Wir möchten, dass die Kinder bei uns positive Erfahrungen mit Natur, Musik, Literatur,  Kunst, Bastelmaterialien, Nahrungsmitteln, persönlichen und gesellschaftlichen  Problemen und Zusammenhängen sammeln. Besonders nahelegen wollen wir ihnen,  sich gegenseitig zu achten und Werte und Normen zu beachten. Denn es ist nicht  leicht, mit soviel verschiedenen Charakteren auszukommen und zusammenzuleben.   Jedes Kind ist eine einmalige Persönlichkeit und hat Bedürfnisse.   Wenn wir einem Kind begegnen, wissen wir nicht, wer dieses Kind ist, welche  Geschichte es hat, welche Gefühle und Gedanken es bewegen, was es zum Lachen  oder Weinen bringt. Nun liegt es an uns selbst dies alles herauszufinden und zu  ergründen. Und somit werden auch wir ständig Lernende bleiben. Besonders bei den  Integrativkindern wollen wir durch Kontakte zu Ärzten, Therapeuten, Frühförderstellen  und ganz besonders den Eltern herausfinden, was, wie und wodurch dieses Kind so  besonders ist.     Unsere Aufgabe ist es, jedes Kind mit seinen  Bedürfnissen und Besonderheiten  kennenzulernen, ihm zuzuhören und es zu  beobachten. Das Kind anzunehmen wie es ist,  mit ihm zu spielen, zu entdecken, auf  Forschungsreise zu gehen, zu lernen, mit ihm  fröhlich und traurig zu sein, mit ihm zu  gestalten, es liebzuhaben, zu toben, ihm  Freiräume zu geben, damit es sich selbständig  bewegen kann.   Jedes Kind sollte bei der Selbstentdeckung  auch lernen, andere zu achten.   Das Kind erlebt, dass es im Miteinander mit  behinderten und nicht behinderten Kindern  oder auch mit Erwachsenen Konflikte gibt. Mit  manchen Konflikten müssen wir leben.  Deshalb wollen wir den Kindern helfen mit  Konflikten umzugehen und Kompromisse zu  finden. Dabei wollen wir ein Vorbild sein.